Persönlichkeiten

 

Ernst August I. von Sachsen-Weimar wurde am 19. April 1688 in Weimar geboren. 1706 bezog Ernst August die Univerität Jena und wurde dort unter anderem in Französisch unterrichtet. Nachdfem sein Vater Johann Ernst III. starb, wurde Ernst August I. Mitregent seines Onkels Wilhelm Ernst.

 

1728 starb auch sein Onkel - ab diesem Zeitpunkt begann er die Regierung in Sachsen-Weimar auszuüben.

Das prunkvolle Leben des Herzogs brachte ihn bald in finanzielle Schwiergkeiten - nicht zuletzt durch den Bau zahlreicher Schlösser (Schloss Belvedere bei Weimar und das Rokokoschloss in Dornburg). Letzteres Schloss ließ der Herzog zwischen 1736 - 1747 auf der Höhe erbauen.

 

Da er 90 m über der Saale bauen ließ - wird ihm nachgesagt, dass er einen Sinn für den Blink ins Tal hatte. Wenige Monate  nach Bauende verstarb er 1748 in Eisenach.

 

J. W. von Goethe wurde am 28.08.1749 in Frankfurt am Main geboren. Von seinen Vater erhielt er Privatunterricht unter anderem in Sprachen. In Leipzig studierte Goethe 1765 Jura - doch er interessierte sich mehr für die schönen Künste - er besuchte Poetikvorlesungen in Leipzig. 1770 ging er nach Straßburg, um seine Studien abzuschließen.

In Straßburg lernte Goethe andere junge Schriftsteller kennen, die sich bewusst von den Regeln der Poesie abwandten.

 

Indes betonten sie die schöpferische Freiheit des Dichters wie Gefühlsausdruck. Die neuen Einflüsse finden sich unter anderem im Drama "Götz von Berlichingen" wieder. 1775 ging er als Jurist nach Weimar und war dort im geheimen Rat des Herzogs Carl - August tätig und wurde von ihm 1782 geadelt. Goethe blieb trotz seiner Arbeit weiter als Dichter aktiv. Privat hatte Goethe eine intime Beziehung mit Charlotte von Stein einer einflussreichen Hofdame. 

 

Von Stein inspirierte Goethe voraufhin er ihr lyrische Gedichte widmete. Im März 1779 entdeckte Goethe Dornburg wieder - er war entsetzt von den verwahrlosten Schlossanlagen. Im Zeitraum von 56 Jahren sind mehr als 20 Besuche von Goethe in Dornburg dokumentiert. Als der Großherzog Carl August starb verbrachte Goethe seinen längsten Aufenthalt (07.07. - 11.09.1828) in Dornburg. Während dieses Aufenthalts wohnte er im renaissanceschloss. Hier arbeitete Goethe unter anderem anden Werken "Egmont" und "Faust". Nach der Rückkehr (1788) lernte er Christiane Vulpius kennen zog einige Wochennach dem Kennenlernen zusammen. 1789 wurde der gemeinsame Sohn August geboren.

 

Die Freundschaft und die Zusammenarbeit mit Friedrich Schiller führte 1794 zu neuer Produktivität. In Weimar nahm Goethe die Arbeit an Faust wieder auf. 1806 gingen J. W. Goethe und Christiane Vulpius die Ehe ein. 1809 begann Goethe mit der Abfassung seiner Biographie. Goethe war als "Dichterfürst" eine Institution - er unterhielt einen regen Briefwechsel mit verschiedenen Geistesgrößen. Des Weiteren wurde er von zahlreichen Künstlern besucht. 

 

Am 22.03.1832 stirbt J. W. von Goethe in Weimar.

 

Großherzog Carl Alexander wurde am 24. Juni 1818 in Weimar geboren.

Dem jungen Prinzen ließ man schon recht früh eine ausführliche ausbildung zukommen. Nach seinem Privatunterricht studierte er Rechtswissenschaften, Geschichte und Naturwissenschaften an den Universitäten Leipzig und Jena. 

 

Er schloss sein Studium 1841 als Dr. Jur. in Jena ab. Am 08.10.1842 nahm er seineCousine Prinzessin Sophie von Oranien - Nassau zur Frau. Carl Alexander übernahm 1851 das Protektorat der Weimarer Freimaurerloge. Am 08. Juli 1853 wurde er Großherzog. der regierungsantritt von Großherzog Carl Alexander fand am Geburtstag Goethes 28. August 1853 statt.

 

Als 10-jähriger Prinz besuchte er gern den alten Goethe im Dornburger Renaissanceschloss und als Regent sorgte er dafür, dass Dornburg und Goethe in Errinnerung blieben. Am 24. Juni beging der Großherrzog Carl Alexander - der auch an der Tradition festhielt - seinen Geburtstag in Dornburg. Aus diesem Anlass schenkte man ihm Rosen - hieraus entwickelte sich Ende des 19.Jh. das heutige Rosenfest.

 

Großherzog Carl Alexander starb am 05. Januar 1901 in Weimar.

 

Geboren wurde Paul Johann Anselm von Feuerbach am 14.11.1775 in Hainichen bei Jena.

 

Nach Studienende (Rechtsstudium) des Vaters in Gießen ging die Familie nach Frankfurt/Main, wo der Vater als Advokattätig war. Paul Johann Anselm von Feuerbach besuchte in Frankfurt das Gymnasium. 1792 ging er nach Jena, um dort Philosophie und später noch Recht zu studieren.

 

Mit der Untersuchung über das "Verbrechen des Hochverrats" (Erfurt 1798)wurde er ehrenvoll habilitiert - anschließend arbeitete er als Privatdozent. 1795 wurde er zum Doktor der Philosophie und 1799 zum Doktor der rechte promoviert. An der Uni Jena erhält er 1801 eine außerordentliche Professur der Rechte - damit ging die Aufnahme in den Schöppenstuhl einher - darauf folgte dann die ordentliche Professur des Lehnrechts.

 

1804 bekam er den Auftrag von der Uni Landshut einen Entwurfdes bayerisches Strafgesetzbuches zu erarbeiten. 1805 wurde geheimer Referendar des Ministerialjustiz- und Polizeidepartment nach München versetzt. Die Verbesserung der rechtspflege begründete das neue Strafgesetzbuch für das bayerische Königreich. Am 16.05.1813 wurde das Strafgesetzbuch nach einigen Änderungen genehmigt.

 

Am 29.05.1833 starb Paul Johann Anselm von Feuerbach in Frankfurt/Main.